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Freiwillige Feuerwehr Riglasreuth
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Chronik

Der Name Riglasreuth rührt von der Silbe -reuth her, was so viel wie gerodet bedeutet. Riglas könnte der Name des Siedlungsführers oder einer ähnlich wichtigen Person sein.

Riglasreuth liegt an der Fichtelnaab, die in der Entstehungsgeschichte des Ortes eine große Rolle spielt. Die erste urkundliche Erwähnung Riglasreuths stammt vom 13. Februar 1061. Damals schenkte König Heinrich IV. seinem Ministerialen Otnant von Eschenau ein Stück Wald im Nordgau. Zur Grenzbestimmung wurden damals Flüsse herangezogen. Der Fluss „Crumbanaba“ (heute Fichtelnaab) war einer dieser Grenzflüsse. Den Namen findet man noch im heutigen Ort Krummennaab.

Die Umgebung der Fichtelnaab war auch ein ideales Siedlungsgebiet: durch seine Wasserkraft war der Fluss für die Verarbeitung von Erzen bestens geeignet. Die Bach- und Flussniederungen hatten meist keine oder eine sehr dünne Bewaldung, was die Rodung dieser Gebiete wesentlich erleichterte.

Die zweite urkundliche Nennung 1283 berichtet von einem „Hammer Riglasreuth“, was auf ein Hammerwerk hindeutet. Herzog Ludwig der Strenge erwarb zu dieser Zeit die Burg Waldeck.

Damals war Riglasreuth eines der wichtigsten Erzabbaugebiete der Oberpfalz. Bereits im 13. Jahrhundert ist die Verarbeitung von Brauneisen aus der Umgebung in Riglasreuth nachgewiesen. Zum Formen der Metalle bot die Fichtelnaab die Wasserkraft, das Brennholz wurde im Steinwald geschlagen. Riglasreuth lieferte Schwarzbleche nach Amberg, die dort zu Zinnblechen verarbeitet wurden. Im 17. Jahrhundert geriet die europäische Erzindustrie wegen des Dreißigjährigen Krieges sowie mangelnder Erz- und Holzvorkommen in die Krise.

1666 brannte die Riglasreuther Hammermühle ab. Irgendwann muss eine neue Hammermühle errichtet worden sein, dies berichten Aufzeichnungen aus dem Jahre 1730.

Gemeinde

Die Gemeinde Riglasreuth wurde 1849 gegründet. Damals gab es ein vernichtendes Großfeuer im Ort. 1878 wurde die Fichtelgebirgsbahn eingerichtet, die noch heute das Ortsbild prägt.

Mit der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Riglasreuth 1879 zog die Gemeinde Konsequenzen aus dem Großfeuer von 1849.

1922 gab es erneut ein Großfeuer, das den gesamten Ortskern bis auf die Kirche und einen Bauernhof zerstörte.

Nach Ende des zweiten Weltkrieges, unter der amerikanischen Verwaltung, durften keine Einrichtungen in Uniform bestehen. Die Freiwillige Feuerwehr Riglasreuth bestand in dieser Zeit als Löschgruppe im Turn- und Sportverein weiter.  Nach Lockerung der Bestimmungen hat sich Freiwillige Feuerwehr Riglasreuth1952  wieder neu gegründet  Mit dem Verlegen der Wasserleitungen im selben Jahr konnten auch Hydranten gebaut werden. Dies bedeutete einen großen Fortschritt für den Brandschutz.

Die Eingliederung der Gemeinde Riglasreuth in die Gemeinde Neusorg erfolgte mit der Gebietsreform 1978.

 

Obere Reihe von links: Kastner Oskar, Staufer Franz, Stock Anton,Horn Josef,Götz Georg,Schraml Karl, Heindl Alois, Heindl Christof, Bauer Josef, Philipp Johann, Bauer Xaver, Hiltner Ludwig, Anzer Josef, Butz Johann, Koller Ferdinant, Pirner Karl
Zweite Reihe von oben: Koller Josef, Hiltner Franz, Seidl Johann, Rödl Wolfgang, Heindl August, Popp Ludwig, Kopp Lorenz, Schraml Josef, Pirner Johann, Staufer Johann, Werner Johann, Heindl Johann, Wegmann Josef, Hacker Johann, Bauer Georg
Dritte Reihe von oben: Röss Franz, Pfarrer Babl Johann, Kastner Erika, Stehbach Chritsa (Frank), König Rita (Greger), Stock Ludwig, Stehbach Siglinde (Rauch), Hösl Gerti (Wiesent), Kopp Edeltraud ( Steckenbiller), Uschold Johann, König Rita (Hiltner), König Emma (Spörrer), Greger Erich, Maschauer Rosa (Spörrer), Landrat Kuhbandner Valentin, Bürgermeister Schmid Josef
untere Reihe: Werner Ludwig, Stehbach Karl, Geisler Josef, Horn Primian, Hiltner Alois, Kastner Emil

 

Daten

1849 Brandkatastrophe in Riglasreuth Schloss, Kirche und Großteil des Dorfes abgebrannt
1879 Gründung FFW Riglasreuth  
1889 Kauf erster fahrbarer Spritze Durch Pferde oder Ochsen gezogen, Handbetrieb, vier Personen
1922 Zweiter Großbrand in Riglasreuth Gesamter Ortskern, bis auf einen Bauerhof und Kirche abgebrannt
1960 Kauf erstes modernes Löschgerät Motorspritze, von Personen oder Traktoren gezogen
1972 Neubau Gerätehaus in Weihermühle  
1972 Kauf eines Tragkraftspritzenfahrzeugs Ford Transit
1974 Fahnenweihe  
1989 Ersatzbeschaffung Tragkraftspritzenfahrzeug Mercedes Benz 310
1999 Restaurierung der Fahne  
2007 Beginn Gerätehausanbau  
2009 Fertigstellung und Einweihung Gerätehausanbau  
2016 Anschaffung eines neuen Stromerzeugers  
2017 Montage einer Photovoltaikanlage auf dem Gerätehaus  
2018 Neuanlage des Platzes vor dem Gerätehaus Im Rahmen der Dorferneuerung Weihermühle
2018 Umbau im Gerätehaus Fahrzeughalle und Dachboden

 

© Dominik Thalhammer,2012
Thanks to Janilein